Heiliges römisches Reich in Österreich


 

 

Inhaltsverzeichnis:

0       Österreich
1       Geographie

2
       Bevölkerung
2.1
    Religion
3
       Geschichte
3.1
    Franken- und
         Ostfranken

3.2
    Heiliges Röm. Reich
         (HRR) (962 - 1806)

3.3
    Kaisertum Österreich
         (1804 – 1867)
         Österreich-Ungarn 
         (1867 - 1918)
3.4
    I. Republik 
         (1918 –1938)
         und Drittes Reich 
         1938 – 1945)

3.5
    II. Republik (ab 1945)
4
       Politik
4.1
    Rechtswesen
4.2
    Militär
5
       Bundesländer
6
       Infrastruktur
7
       Wirtschaft
8
       Kultur
8.1
    Persönlichkeiten
8.2
    Festspiele
8.3
    Volkskultur
8.4
    Österreichische Esskultur
8.5
    Sport
8.6
    Gesetzliche Feiertage
8.7
    Höchste Bauwerke
8.8
    Schule und Ausbildung
8.9
    Gleichheit der
         Geschlechter

9
       Weitere Themen
9.1
    Österreich und
         Deutschland

9.1.1
Zitate
9.1.2
Literatur
9.2
    Portal Österreich
10
     Weblinks
11     Immobilien
12     Bücher
13     Reisen
14     Reisegewinnspiel
15     Reisenewsletter

         Weitere Länder

Heiliges römisches Reich in Österreich

Heiliges Römisches Reich (HRR) (962 - 1806)

Im Jahr 976 wurde die Marchia Orientalis von Kaiser Otto II. einem Babenberger-Grafen übereignet. In einer Urkunde von 996 wurde diese Marchia Orientalis erstmals Ostarrichi genannt; Aussprache und Schreibweise wandelten sich später zu Österreich. Das Gebiet wurde auch als Ostland (lat. Austria) oder Osterland bekannt und 1156 von Kaiser Friedrich I. (Barbarossa) zu einem Herzogtum erhoben.

Den Babenbergern folgten die Habsburger, die (ab 1278) bis 1526 ihr Herrschaftsgebiet weiter ausdehnten und ein Erzherzogtum schufen, das ein bedeutender Faktor im Heiligen Römischen Reich wurde. Schon die späten Babenberger hatten die Steiermark mit Österreich verbinden können, die Habsburger schufen davon ausgehend mit der Erwerbung Kärntens, Tirols, Krains und anderer Gebiete einen Länderkomplex in den Ostalpen, der Herrschaft zu Österreich genannt wurde. Ab 1438 besaß das Fürstenhaus fast durchgehend die römisch-deutsche Königs- und die damit verbundene Kaiserwürde.

Vom späten 15. Jahrhundert bis 1690 waren die habsburger Länder von ständigen militärischen Auseinandersetzungen mit dem Osmanischen Reich geprägt. Die Reformation der Kirche konnte sich anfangs schnell durchsetzen, wurde aber im Laufe des 17. Jahrhunderts zurückgedrängt. 1713 wurde mit der Pragmatischen Sanktion erstmals ein für alle Länder gleichermaßen gültiges Grundgesetz in Kraft gesetzt. Im Österreichischen Erbfolgekrieg konnte das neue Haus Habsburg-Lothringen die Erbländer größtenteils für sich behaupten.

Die Kriege gegen Napoleon und seine Kaiserkrönung führten 1804 dazu, dass Kaiser Franz II. den Titel als Kaiser Franz I. von Österreich für seine Erbländer annahm und 1806 unter dem Druck Napoleons auf die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation verzichtete.