Die Republik und jüngere Vergangenheit in Bulgarien


 

 

Inhaltsverzeichnis:

0     Bulgarien
1     Geografie
2     Bevölkerung
3     Geschichte
3.1  Anfänge und Erstes-
       Bulgarisches Reich
3.2  Zweites Bulgarisches-
       Reich
3.3  Türkische Herrschaft-
       und Unabhängigkeit
3.4  Die Republik und
       jüngere Vergangenheit
4     Politik
5     Parlamentswahlen 2005
6     Bezirke
7     Infrastruktur
8     Wirtschaft
9     Bibliothekswesen
10   Sport
11   Feiertage
12   Literatur
13   Weblinks
14   Immobilien
15   Reisen
16   Bücher
17   Reisegewinnspiel
18   Reisenewsletter

      Weitere Länder

Die Republik und jüngere Vergangenheit in Bulgarien

Die glänzenden Erfolge der bulgarischen Truppen im 1. Balkankrieg (Eroberung von Adrianopel) wiederholten sich im 2. Balkankrieg nicht. Während die bulgarische Streitmacht an der griechischen und serbischen Front gebunden war, drangen die Rumänen bis nach Sofia vor, die Türken eroberten Adrianopel wieder zurück.

Im Ersten und Zweiten Weltkrieg kämpfte Bulgarien auf der Seite der Mittel- bzw. Achsenmächte. Dies war durch die engen Bindungen der Monarchie zu Deutschland zu erklären. Das Königshaus und die Bevölkerung widersetzten sich zum Teil erfolgreich der Verfolgung und der Deportation der bulgarischen Juden (Holocaust) durch die Nazis und weigerten sich Truppen gegen die Russen an die Ostfront zu entsenden.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs geriet Bulgarien unter sowjetischen Einfluss und wurde Teil des Warschauer Paktes. 1946 wurde es zur Republik.

1986 zwangen die bulgarischen Behörden die türkische Minderheit zur Annahme slawischer Namen und verboten den Schulunterricht in türkischer Sprache. Rund 380.000 ethnische Türken akzeptieren dies nicht und wandern bis zum Anfang der 90er Jahre in die Türkei aus.

Das Ende der kommunistischen Ära wurde 1990 durch freie Wahlen eingeleitet. Bulgarien rief eine Große Verfassungsgebende Volksversammlung als erstes Parlament ein und gab sich eine reformierte demokratische Verfassung. Seitdem wurden weitere politische und wirtschaftliche Reformen vorangetrieben.

Auf dem NATO-Gipfel in Prag wurden am 22. November 2002 sieben osteuropäische Staaten – darunter auch Bulgarien – offiziell zu Aufnahmegesprächen eingeladen. Am 26. März 2003 wurden die Beitrittsprotokolle unterzeichnet, und am 29. März 2004 wurden Bulgarien und die anderen sechs Kandidaten in die NATO aufgenommen.

Ein Assoziationsabkommen mit der Europäischen Union wurde ebenfalls unterzeichnet und weit gehend implementiert. Die Betrittsverhandlungen wurden 2004 erfolgreich abgeschlossen. Als weiterer Schritt billigte am 13. April 2005 das Europaparlament den Beitritt zur Europäischen Union mit 522 von 660 Stimmen und am 25. April 2005 wurde der Beitrittsvertrag in Luxemburg unterzeichnet. Danach wird Bulgarien planmäßig am 1. Januar 2007 Mitglied der EU.