Inhaltsverzeichnis:
0 Kroatien
1 Geographie
1.1 Landschaftszonen
1.2 Nationalparks und
Naturparks in Kroatien
2 Bevölkerung
2.1 Nationalitäten
2.2 Konfessionen
2.3 Sprachen
2.4 Städte in Kroatien
3 Geschichte
4
Politik
4.1 Politisches System
4.2 Aktuelle politische
Lage und Parteien
4.3 Außenpolitik
5 Politische Gliederung
6 Infrastruktur
6.1 Luftverkehr
6.2 Straßenverkehr
6.3 Busverkehr
6.4 Bahnverkehr
6.5 Schifffahrt
7 Wirtschaft
7.1 Außenhandel
7.2 Tourismus
8 Kultur
8.1 Bedeutende kulturelle
Veranstaltungen
8.2 Medien
8.3 Literatur
8.4 Musik
8.5 Film
8.6 Maler und Bildhauer
8.7 Folklore
8.8 UNESCO -
Weltkultur-
und
Naturerbe der
Menschheit
8.9 Kulinarisches
8.10 Sport
8.11 Feiertage in Kroatien
10 Weblinks
11 Immobilien
12
Reisen
13 Bücher
14 Reisegewinnspiel
15 Reisenewsletter
Weitere
Länder
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Straßenverkehr in Kroatien
Der aktuellen Meinung von Verkehrsexperten nach, gehören Kroatiens Autobahnen zu den modernsten und sichersten (evtl. auch schönsten) Autobahnen Europas. Dies liegt nicht zuletzt daran, daß der Großteil an Autobahnen erst vor kurzem gebaut wurde. Das Land befindet sich auch jetzt noch in einem richtigen Autobahn-Baufieber, da in den letzten 20 Jahren vor der Unabhängigkeit, als Kroatien noch zum ehemaligen Jugoslawien gehörte, keine entscheidenden Projekte verwirklicht wurden. Es ist lange her und kann bis zu den Zeiten des kroatischen Frühlings zurückverfolgt werden, da der Traum geboren wurde, die zwei größten Städte Kroatiens, nämlich Zagreb und Split, mit einer Autobahn zu verbinden. Allerdings wurde der Bau dieses, für Kroatien enorm wichtigen Projekts, damals stets von der regierenden kommunistischen Partei verhindert. Der Autobahnbau wird in Kroatien auch als Symbol der Einheit, des wirtschaftlichen Aufschwungs und des Zusammenhalts gesehen und systematisch vorangetrieben.
Der Tourismus ist von sehr großer Bedeutung für die Wirtschaft Kroatiens. Nicht außer Acht zu lassen ist, daß der Großteil an Touristen in den Sommermonaten mit den eigenen Fahrzeugen ins Land strömt. Aus diesem Grunde und zu Zwecken der dringend notwendigen Stimulierung des Wirtschaftswachstums, sind Autobahnen zu einem unabdingbaren Erfordernis für eine nachhaltige Entwicklung Kroatiens geworden. Das Land besitzt bereits jetzt eine sehr beträchtliche Autobahn-Dichte für einen Staat, der noch immer mit den Folgen des Kommunismus und des vergangenen Krieges zu kämpfen hat. Auf Sicherheit wird in Kroatien großer Wert gelegt. 2004 trat ein sehr umstrittenes neues Straßenverkehrsgesetz in Kraft, daß drastische Maßnahmen für Trunkenheit am Steuer (0 Promille), verkehrsgefährdendes Fahren, etc. vorsieht. Im Einklang dazu steht auch, daß alle neuen kroatischen Tunnels über ausgesprochene Sicherheitsmaßnahmen und installiertes Videomonitoring verfügen, sowie daß an verschiedenen Punkten moderne Verkehrskontrollzentren errichtet wurden.
Die 380 km lange Autobahn A1 Zagreb - Split stellt das Paradeprojekt der bisherigen kroatischen Regierungen dar. Sie ist seit dem 26. Juni 2005 vollständig ausgebaut, d.h. durchgehend zweispurig in beiden Richtungen (bis auf zwei lange Tunnels - bei ausreichender Frequenz werden die zweiten Röhren in Betrieb genommen). Die A1 verbindet den kontinentalen Teil Kroatiens mit dem mediterranen Dalmatien. Das wichtigste Bauwerk stellt der Sveti Rok-Straßentunnel (5.687 m) durch das Velebit Gebirgsmassiv dar, der praktisch zwei Klimazonen miteinander verbindet (das Gebirgsklima Zentralkroatiens mit dem mediterranen Klima Dalmatiens). Der modernste und gleichzeitig längste Tunnel Kroatiens befindet sich ebenfalls auf der A1-Trasse. Es ist dies der Tunnel durch den Gebirgszug Mala Kapela (5.780 m).
Die Autobahn windet sich praktisch als Panoramastraße durch das kroatische Hügelland, verläuft der dalmatinischen Küste entlang und passiert dabei auch den berühmten Nationalpark Krka. Es befindet sich dort ein wundervoller Aussichtspunkt und eine Raststätte. Der Bau des nächsten Teilstücks in Richtung der wichtigen süddalmatinischen Hafenstadt Ploče (und in weiterer Folge nach Dubrovnik) steht unmittelbar bevor (geplante Fertigstellung bis Ploče: 2008). Im heurigen und im nächsten Jahr folgt der schrittweise Ausbau zahlreicher Raststätten und Tankstellen auf allen kroatischen Autobahnen.
In den nächsten Jahren sollten alle Nordverbindungen (nach Slowenien) durch Autobahnanbindungen erschlossen sein. Seit Juni 2005 gibt es Autobahnen ab der slowenischen Grenze bei Umag in Richtung Rovinj und vom Grenzübergang Rupa nach Rijeka. Bis Mai 2007 sollte die Verbindung Zagreb - Krapina/Grenzübergang Macelj, südlich von Maribor komplett fertiggestellt sein. Der östliche und westliche "Flügel" des sogenannten "istrischen Ypsilons" (Schnellstraßenverbindung in Istrien) sind seit Anfang Juni 2005 für den Verkehr geöffnet. Bis 2006 folgt das letzte Stück bis nach Pula im Süden. Über einen Vollausbau zur Autobahn wird bereits nachgedacht.
Das letzte noch verbleibende Teilstück der Autobahnverbindung A6 zwischen Rijeka und Zagreb wurde im Frühjahr 2004 fertiggestellt. Ein Ausbau der Gegenverkehrsabschnitte dieser Autobahn ist bereits in Planung (bis 2008). In den nächsten Jahren folgt auch eine weiträumige Autobahn-Umfahrung von Rijeka (zweiter Umfahrungsring) und die Autobahnverbindung Rijeka - Senj/Žuta Lokva zur bestehenden A1. Eine Autobahnverbindung von Zagreb zur wichtigen Industriestadt Sisak soll bis 2008 fertiggestellt sein.
Im Laufe der nächsten Jahre sollten alle Teile Kroatiens komfortabel mit Autobahnen erschlossen sein. Dazu gehört auch die Autobahn-Anbindung von Županja (Ost-Slawonien) nach Serbien und der Ausbau des europäischen Nord-Süd-Korridors 5c zwischen der ungarischen Grenze bei Beli Manastir, Osijek und der bosnischen Grenze in Richtung Sarajewo und weiter zur Hafenstadt Ploče. (Die Anbindung von Zagreb zur ungarischen Grenze bei Varaždin und Čakovec ist bereits in Betrieb.)
Wichtige Tunnel- und Brückenprojekte in Süddalmatien stehen ebenfalls bevor. (Biokovo-Tunnel nahe Makarska zur A1), Brückenverbindung/"Überbrückung" des bosnischen Territoriums hin zur Halbinsel Pelješac)
Maut
Die Möglichkeit zur raschen und verläßlichen Bezahlung der Maut mittels einer aufladbaren SmartCard besteht bereits. Ebenso gibt es seit Juni 2005 vergünstigte Tarife für Transportunternehmen und Autobahn-Vielfahrer (bei mehr als 10 längeren Fahrten pro Jahr). Bezahlung der Maut stets beim Verlassen der Autobahn, an allen Ausfahrts-Mautstellen. Es besteht die Möglichkeit zur schnellen und bargeldlosen Zahlung mittels aller bekannten Kreditkarten. An allen Mautstellen werden Euro akzeptiert.
Fertiggestellte Autobahnen und Schnellstraßen
* Slowenische Grenze/Grenzübergang Rupa - Rijeka (11 km): Inbetriebnahme am 30. Juni 2005
* A1 Zagreb - Split: Inbetriebnahme am 26. Juni 2005. Gegenverkehr nur in den Tunnels Mala Kapela und Sveti Rok. Drei zusätzliche Spuren bei der Mautstelle Lučko nahe Zagreb. Keine Mautstelle mehr bei Bosiljevo (Abzweigung zur A6 nach Rijeka). 380 km.
* Slowenische Grenze - Umag - Rovinj - Kanfanar - Vodnjan (Schnellstraße, 50 km, seit Juni 2005)
* Kanfanar (Istrien) - Rijeka (Schnellstraße)
* A6 Zagreb - Rijeka: Teilweise Schnellstraße (55 km in Gebirgsgegend von Kupjak bis Vrbovsko)
* Ungarische Grenze (Grenzübergang Letenye) - Varaždin/Čakovec - Zagreb
* Krapina - Zagreb
* Slowenische Grenze / Grenzübergang Bregana - Zagreb
* Zagreb - Županja (Slawonien)
Feststehende Fristen für den Autobahnausbau
* Vodnjan - Pula (Istrien, 15 km): Fertigstellung der Schnellstraße bis 2006
* Županja - Serbische Grenze (30 km): Fertigstellung 2006
* Slowenische Grenze - Krapina: Fertigstellung Mai 2007
* Split - Ploče (96 km): Fertigstellung bis Šestanovac Juni 2007 (36 km), bis Ploče 2008 (60 km)
* Bosnische Grenze - Osijek - ungarische Grenze (89 km): Fertigstellung ab der bestehenden Autobahn (Sredanci) bis Đakovo Herbst 2007 (23 km), bis Osijek 2008 (weitere 32 km)
* Zagreb - Velika Gorica - Sisak (46 km): Fertigstellung bis Velika Gorica (8 km) Herbst 2007, bis Lekenik 2008 (20 km)
* Zweiter Autobahn-Umfahrungsring um Rijeka: Fertigstellung 2008
* Rijeka - Zagreb: Vollausbau Kupjak - Vrbovsko (55 km) bis 2008
* Verbindung Rijeka - Senj/Žuta Lokva zur A1: genauer Zeitpunkt der Fertigstellung unbekannt aber geplant
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