Inhaltsverzeichnis:
0 Tschechien
1 Bevölkerung
2 Geografie
3 Staats- und Landesname
4 Geschichte
5 Verfassung
6 Umwelt
7 Wirtschaft und Verkehr
8 Sport
9 Die 10 größten Städte
10 Weblinks
11 Immobilien
12 Reisen
13 Bücher
14 Reisegewinnspiel
15 Reisenewsletter
Weitere
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Sport - Tschechien
Der Sport mit dem höchsten Stellenwert in Tschechien ist aber Eishockey, wo die Tschechen mehrmals Weltmeister (zuletzt am 15. Mai 2005 in Wien mit 3:0 gegen Kanada) und 1998 in Nagano sogar Olympiasieger wurden.
Meisterschaft (Gambrinus-Liga)
Die tschechische Fußballmeisterschaft für Vereinsmannschaften wird alljährlich in der so genannten Gambrinus-Liga ausgetragen. Sie ist Tschechiens höchste Spielklasse und wird von der in Pilsen beheimateten Brauerei Gambrinus gesponsert. Die erste tschechische Fußballliga entstand in seiner heutigen Form im Jahre 1993, als sie sich nach dem Zusammenbruch der Tschechoslowakei von einer gemeinsamen Spielklasse mit der heutigen Slowakei abspaltete. Dominierende Mannschaften waren seither die beiden Prager Mannschaft von Sparta und Slavia, die meist die ersten beiden Plätte der Abschlusstabelle einnahmen. Während Sparta Prag bis 2005 neun der zwölf ausgetragenen Meisterschaften gewann, musste sich Slavia Prag bereits achtmal mit der Vizemeisterschaft begnügen und wurde nur 1996 tschechischer Meister. Je einmal gewannen zudem Slovan Liberec (2002) und Banik Ostrau (2004) den Titel.
Zu den Höhepunkten der tschechischen Meisterschaft gehören jedes Jahr die Stadtderbys zwischen Sparta und Slavia Prag, das letztere Mannschaft seit November 1999 nicht mehr gewinnen konnte. In der ersten Saison der tschechischen Fußballliga im Jahr 1993 gab es zusammen mit Dukla und den Bohemians sogar vier Prager Mannschaften in Tschechiens Eliteklasse, wodurch es fast an jedem zweiten Spieltag zu einem Derby in der Landeshauptstadt kam. Dukla Prag konnte seinerzeit nur ein einziges Saisonspiel (1:0 beim SK Hradec Králové; Königgrätz) gewinnen und stieg nach verweigerter Zweitliga-Lizenz umgehend ins Amateurlager der dritten Liga ab. Auch Bohemians Prag, tschechosloakischer Meister von 1983, ist inzwischen nicht mehr erstklassig. Ein Jahr nach Dukla stiegen auch sie in die zweite Liga ab und etablierten sich erst mit dem Aufstieg im Jahr 1999 in der ersten tschechischen Liga. 2002 erreichten die Bohemians vor Slavia Prag sogar einen vierten Platz, ist aber nach dem erneuten Abstieg im Folgejahr und dem Zweitliga-Lizenzentzug im Jahr 2005 inzwischen ruiniert.
Spannende Meisterschaftskämpfe sind in der tschechischen Eliteklasse selten. Nur ein einziges Mal - im Spieljahr 2001/2002 - wurde der Titelgewinn erst am letzten Spieltag ermittelt. Bereits vor dem letzten Spieltag stand fest, dass Sparta Prag nach fünf Meisterschaften in Folge seinen Titel dieses Mal nicht mehr verteidigen kann und mit Slovan Liberec oder dem Stadtrivalen Viktoria Žižkov eine Mannschaft vor ihrem größten Vereinserfolg stand. Auch ohne die Beteiligung des Rekordmeisters Sparta fiel auch dieses Jahr die Entscheidung in der Landeshauptstadt: Liberec reiste zu den Prager Bohemians, Žižkov musste zum Lokalderby bei Slavia Prag ran. Bereits nach 33 Minuten geriet der Tabellenführer aus Liberec bei den Bohemians mit 0:2 in Rückstand und mehr als der Anschlusstreffer gelang ihnen bis zum Schlusspfiff auch nicht mehr. Dass mit Slovan Liberec zum ersten Mal eine Mannschaft, die nicht aus der Landeshauptstadt stammt, Meister wird, konnte Žižkov dennoch nicht verhindern. Die Mannschaft unterlag bei Slavia Prag durch einen Treffer in der 86. Minute.
Die Zuschaueranzahl bei den tschechischen Ligaspielen ist relativ gering. Trotz zahlreicher Meistertitel trägt Sparta Prag seine Heimspiele durchschnittlich vor nicht viel mehr als 6.000 Zuschauern aus, obwohl die heimische Spielstätte etwas mehr als 20.000 erlauben würde. Lokalrivale Slavia Prag zieht sogar nur rund 3.000 - 3.500 Menschen an und auch in anderen Großstädten wie Brünn, Pilsen und Olmütz besuchen in der Regel weniger als 5.000 Fußballanhänger die Ligaspiele. Zum populärsten Verein wurde nach dem erstmaligen Meistertitel im Jahr 2004 Banik Ostrau, dass mit einem Schnitt von 15.376 Zuschauern einen neuen Ligarekord herstellte. Auch wenn dieser im folgenden Jahr wieder auf rund 8.000 sank, war die Spielstätte in Ostrau die mit Abstand bestbesuchteste. Neben den Spielen zwischen Banik Ostrau und Sparta Prag gehört auch das Stadtderby Sparta gegen Slavia mit rund 15.000 Zuschauern zu den begehrtesten Paarungen, während sich am 18. Oktober 2003 für die Erstligapartie zwischen Blšany und Jablonec ganze 51 Zuschauer im Stadion einfanden (Was allerdings kein Wunder ist, da Blšany wegen Bauarbeiten am eigenen Stadion ins 130 km entfernte Příbram ausweichen musste).
Tschechische Fußballmeister
* 1994: Sparta Prag
* 1995: Sparta Prag
* 1996: Slavia Prag
* 1997: Sparta Prag
* 1998: Sparta Prag
* 1999: Sparta Prag
* 2000: Sparta Prag
* 2001: Sparta Prag
* 2002: Slovan Liberec
* 2003: Sparta Prag
* 2004: Banik Ostrau
* 2005: Sparta Prag
ČMFS-Pokal
Der ČMFS-Pokal ist der nationale Pokalwettbewerb Tschechiens.
Tschechische Fußballpokalsieger
* 1994: Viktoria Žižkov
* 1995: SK Hradec Králové
* 1996: Sparta Prag
* 1997: Slavia Prag
* 1998: FK Jablonec
* 1999: Slavia Prag
* 2000: Slovan Liberec
* 2001: Viktoria Žižkov
* 2002: Slavia Prag
* 2003: FK Teplice
* 2004: Sparta Prag
* 2005: Banik Ostrau
Europapokal
Gemäß der UEFA-Fünfjahreswertung qualifizierte sich bis 2005 aus der Gambrinus-Liga keine Mannschaft direkt für die UEFA Champions League. Der Meister nahm an der letzten von der aus drei Runden bestehenden Champions-League-Qualifikation teil, der Vizemeister musste sich bereits ab der zweiten Runde qualifizieren. In der Fünfjahreswertung stürzte Tschechien im Jahr 2005 vom neunten auf den elften Platz ab, wodurch der Meister 2005/06 nun ebenfalls nicht mehr von der zweiten Qualifikationsrunde befreit ist. Der Drittplazierte sowie der nationale Pokalsieger sind wie bisher für die Qualifikationsrunde des UEFA-Pokals qualifiziert.
Noch nie hat ein tschechischer Verein das Endspiel eines Europapokalwettbewerbs erreicht. Mit seinen regelmäßigen Teilnahmen an der UEFA Champions League gehört Sparta Prag noch zu den renomiertesten Klubs des Landes, wenngleich das Ausscheiden im Achtelfinale (0:0 und 1:4 gegen den AC Mailand) des Jahres 2004 bereits der größte Erfolg eines tschechischen Teams in Europas bedeutendstem Wettbewerb war. Sparta Prag erreichte regelmäßig die Gruppenphase, scheiterte aber auch wie die Ligakonkurrenten oftmals unglücklich in der Qualifikation. 1998 verlor Sparta Prag trotz eines 1:0-Auswärtssieges bei Dynamo Kiew zuhause mit 0:1 und scheiterte im Elfmeterschießen. 2002 glich Sparta Prag zuhause mit einem 4:2 eine 0:2-Hinspielniederlage gegen RC Genk aus, scheiterte damit aber auf Grund der Auswärtstorregel. 24 Stunden verpasste auch Meister Slovan Liberec nach einem 2:1 gegen den AC Mailand (Hinspiel 0:1) auf Grund dieser Regel die erstmalige Teilnahme an der Champions League. Auch Slavia Prag hat trotz regelmäßiger Teilnahme an der Qualifikationsrunde die Gruppenspiele der Champions League nie erreicht. 2003 reichte es nach einem 0:3 bei Celta Vigo zuhause nur zu einem 2:0, im Jahr 2001 verlor Slavia zweimal mit 0:1 gegen Panathinaikos Athen und im Jahr 2000 scheiterte das Team nach einem 1:0 bei Schachtjor Donezk zuhause noch mit 0:2.
Aus der 1993 gegründeten tschechischen Liga konnten schließlich nur noch zwei weitere Mannschaften an der Champions-League-Qualifikation teilnehmen. Vizemeister FK Teplice scheiterte 1999 zweimal mit 0:1 an Borussia Dortmund, Banik Ostrau reichte 2004 ein 2:1-Heimsieg nicht mehr, um das 0:5 bei Bayer Leverkusen auszugleichen.
Neben den Prager Mannschaften Sparta und Slavia qualifizierten sich in den vergangenen Jahren vorallem Sigma Olmütz, Banik Ostrau, Slovan Liberec, FK Teplice und bis zu ihrem Abstieg im Jahr 2004 auch Viktoria Žižkov regelmäßig für den UEFA-Pokal. Liberec scheiterte im März 2002 erst im Viertelfinale am späteren Finalisten Borussia Dortmund (0:0, 0:4), Slavia Prag zog 1996 sogar ins UEFA-Pokal-Halbfinale ein, wo sie Girondins Bordeaux zweimal mit 0:1 unterlagen.
Bekannte Spieler Tschechiens
* Pavel Nedvěd (Mittelfeld)
* Jan Koller (Stürmer)
* Petr Čech (Torwart)
* Tomáš Rosický (Mittelfeld)
* Milan Baroš (Stürmer)
* Marek Jankulovski (Mittelfeld)
Teilnahme Tschechiens an der Fußball-Europameisterschaft
1918-1992
Tschechien war ein Teil der Tschechoslowakei, siehe daher : Fußball in der Tschechoslowakei bzw. Tschechoslowakische Fußballnationalmannschaft
Seit 1993
* 10. EM 1996 in England / 2. Platz
* 11. EM 2000 in Belgien und den Niederlanden / Vorrunde
* 12. EM 2004 in Portugal / Halbfinale
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