Architektur - Ungarn


 

 

Inhaltsverzeichnis:

0      Ungarn
1      Staats- und Landesname
2      Geografie
2.1   Gewässer
2.2   Flüsse
2.3   Seen
2.4   Gebirge und Berge
2.5   Niedrigste Landesteile
2.6   Landesgrenzen
2.7   Städte
2.8   Landkarten
3      Klima
4      Bevölkerung
4.1   Feiertage
4.2   Religionen und-
        Konfessionen
5      Geschichte
6      Politik
7      Verwaltung
7.1   Verwaltungsgliederung
8      Infrastruktur
8.1   Verkehr
8.2   Straßenverkehr
8.3   Schienenverkehr
8.4   Flugverkehr
8.5   Energieversorgung
9      Wirtschaft
9.1   Wirtschaftsdaten
9.2   Wirtschaftliche-
        Entwicklung 2004/2005
10    Medien
10.1 Ungarische-
        Tageszeitungen
10.2 Deutschsprachige-
        Medien
11    Kultur
11.1 Gastronomie
11.2 Architektur
12    Literatur
13    Weblinks
14    Immobilien
15    Reisen
16    Bücher
17    Reisegewinnspiel
18    Reisenewsletter

        Weitere Länder

Architektur - Ungarn

Einige der wichtigsten erhaltenen Bauten Ungarns sind im spätromanischen Stil gebaut und sind stark von rheinischen Einflüssen geprägt, z. B. die Kirchen von Zsámbék und Ják aus dem 13. Jahrhundert. In der Gotik sind besonders zwei- und dreischiffige Hallenkirchen charakteristisch (z. B. die Schwarze Kirche in Brassó (Braşov, heute Rumänien) aus dem 15. Jahrhundert). Unter König Sigismund (ung. Zsigmond) entstand in Buda ein Fürstensitz, den König Matthias Corvinus in florentinischem Stil ausbauen ließ. Eines der bedeutendsten Werke dieser Epoche ist das Schloss des Fürsten Esterházy, dessen Vorbild das Schloss in Versailles war. Mihály Pollack, einer der Hauptbaumeister des Klassizismus in Ungarn, kam gebürtig aus Wien. Miklós Ybl, der vornehmlich im Renaissancestil baute, ließ in Ungarn diese Epoche noch einmal aufleben (z. B. beim Opernhaus in Budapest).

Imre Steindl errichtete das Parlamentsgebäude (1885–1902) in Budapest im neugotischen Stil, wodurch dieser in Ungarn wieder kurzzeitig in Mode kam. In den 1930er-Jahren erbaute man mehrere Mustersiedlungen im Bauhausstil. Nach dem Zweiten Weltkrieg bauten ungarische Architekten vorwiegend im Sozialistischen Realismus, wodurch auch einige Plattenbauten entstanden. Der Einfluss internationaler Strömungen nahm später immer weiter zu, da es nun erlaubt war, private Architekturbüros zu eröffnen und sich das Land wirtschaftlich zunehmends öffnete. Imre Makovecz und Dezső Ekler bauten in den 1980er-Jahren in einer organischen, anthroposophischen Architektur. Andere Architekten wandten sich internationalen Trends zu oder suchten den Anschluss an die Architektur der Vorkriegszeit.