Wirtschaft - Polen


 

 

Inhaltsverzeichnis:

0    Polen
1    Geografie
1.1 Städte
2    Bevölkerung
2.1 Religion
3    Geschichte
3.1 Gründung, Mittelalter-
      und Neuzeit
3.2 Teilung und neue
      Unabhängigkeit Polens
3.3 Sozialismus-
      bis Beitritt in die
      Europäische Union
4    Politik
4.1 Nationale Feiertage
4.2 Bildungswesen
5    Verwaltungsgliederung
6    Infrastruktur
7    Wirtschaft
8    Kultur
8.1 Deutsch-Polnisches Jahr
9    Tourismus
10  Weitere Themen
11  Literatur
12  Weblinks
13  Immobilien
14  Reisen
15  Bücher
16  Reisegewinnspiel
17  Reisenewsletter

       Weitere Länder

Wirtschaft - Polen

Mit dem Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft ist in Polen ein struktureller Wandel verbunden. Dieser hat sich seit dem Beitritt des Landes zur EU im Jahr 2004 verschärft. Der befürchtete Niedergang der Landwirtschaft durch den bisher dominierenden Agrarsektor wegen mangelnder Produktivität und fehlender Konkurrenzfähigkeit, aber auch wegen des ohnehin in der EU stark subventionierten Angebots, blieb allerdings aus. Der Wegfall der Agrarzölle der EU für das Land machten Bauern und Lebensmittelindustrie Polens zu Gewinnern der EU. So entwickelten sich Backwaren zu einem wichtigen Exportartikel.

Trotz eines beachtlichen wirtschaftlichen Wachstums seit 2002 ist die Arbeitslosigkeit in Polen sehr hoch und liegt zur Zeit bei offiziell ca. 18 %. Insgesamt ist die Anzahl der Erwerbsarbeitsplätze seit 1989 um ein Drittel von ca. 18 Millionen auf ca. 12 Millionen zurückgegangen. Das größte ökonomische Problem ist die große Abhängigkeit des Landes von Investitionsentscheidungen transnationaler Konzerne und die mangelnde Kaufkraft der polnischen Haushalte aufgrund sehr geringer Löhne und Sozialleistungen. Dies ist auch der Grund dafür, warum der enorme Abbau von Industriearbeitsplätzen nicht durch neue Dienstleistungsarbeitsplätze kompensiert werden konnte.

Die Zukunft Polens ist höchst ungewiss. Zur Zeit deutet vieles darauf hin, dass das Land z. B. beim Durchschnittseinkommen auf lange Zeit keinen Anschluss an das westeuropäische Wohlstandsniveau finden wird. Die Funktion als "verlängerte Werkbank" Westeuropas könnte ihm schon bald durch die östlichen Nachbarländer streitig gemacht werden, in denen die Löhne noch niedriger sind.

Wichtigste Exportartikel Polens sind Maschinen (Montagewerke verschiedener Automobilfirmen), Elektroartikel, Textilien. Wichtigste Handelspartner sind die EU-Staaten, vor allem Deutschland, Frankreich und Italien.

Ende September 1994 waren etwa 60 % der privaten Haushalte mit insgesamt neun Milliarden Złoty verschuldet.