Ethnische Gruppen - Rumänien


 

 

Inhaltsverzeichnis:

0      Rumänien
1      Geografie
2      Bevölkerung
2.1   Ethnische Gruppen
2.2   Altersstruktur und-
        Tendenzen (2004)
2.3   Religion
3      Geschichte
3.1   Ethnogenese
3.2   Entstehung der
        Fürstentümer
3.3   Der Einfluss der 
        großen Reiche
3.4   Deutsche auf dem
        Königsthron
3.5   Erster Weltkrieg
3.6   Zwischenkriegszeit
3.7   Zweiter Weltkrieg
3.8   Nachkriegszeit und
        Übergang zum
        Kommunismus
3.9   Amtsantritt Ceauşescus
3.10 Wirtschaftlicher
        Niedergang
3.11 Beginn der Revolution
3.12 Die unvollendete
        Revolution
3.13 Landesweite-
        Überschwemmungen
4      Politik
5      Verwaltungs-
        gliederung
6      Infrastruktur
7      Wirtschaft
7.1   Privatisierung und
        Beschäftigung
7.2   Bruttoinlandsprodukt
        und Exportwirtschaft
7.3   Tourismus
8      Kultur
9      Literatur
10    Weblinks
11    Immobilien
12    Reisen
13    Bücher
14    Reisegewinnspiel
15    Reisenewsletter

        Weitere Länder

Ethnische Gruppen - Rumänien

Neben 89,5 % Rumänen, früher von den benachbarten Völkern auch Walachen genannt (ungarisch oláh, slawisch vlah oder vlak), leben Minderheiten von Ungarn (6 %) und Roma (2,5 %). Die deutsche Minderheit (Siebenbürger Sachsen, Siebenbürger Landler, Donauschwaben) sank seit 1940 von 5 % auf 0,3 %, hat aber die Westhälfte des Landes durch eine 250- bis 800-jährige Präsenz entscheidend geprägt. In der Bukowina gibt es kleine slowakische und polnische Minderheiten. Weiterhin machen Ukrainer 0,3 %, Russen 0,2 %, Türken 0,2 %, Tataren 0,1 % und Andere 0,3 % der Bevölkerung aus. (Alle Angaben nach der Volkszählung 2002.)

Die Sprachanteile entsprechen in etwa der ethnischen Aufteilung.

Amtssprache ist allein das Rumänische (limba română). Daneben sind als offizielle Sprachen Ungarisch und Deutsch anerkannt.

Der Anteil der Rumänen steigt langsam. Sie sind das einzige Volk Südosteuropas mit einer romanischen Sprache.

Die mit ca. 6 % größte Minderheit sind die Magyaren (Ungarn). Sie stellen in vielen Ortschaften der Siebenbürgener Bezirke Harghita, Mureş und Covasna die Mehrheit, ebenso auch in Teilen des Banat. Die Roma sind wirtschaftlich am schwächsten bei hoher Arbeitslosigkeit (s. unten).

Die deutschen Minderheiten (1940 noch rund 5 %) nahmen durch Diskriminierung (1944-1950) und drei Auswanderungswellen (die letzte begann 1990) stark ab. Ein seltsames Kapitel ist das "Kopfgeld", welches Deutschland lange – für hunderttausende Emigranten – an Ceauşescu zahlte.

Die stärksten deutschsprachigen Gruppen sind weiterhin die Siebenbürger Sachsen und die "Donauschwaben" (Banat und Nordwesten bei Satu Mare) mit je etwa 30.000 Menschen. Letztere werden auch Banater Schwaben und Sathmarer Schwaben genannt.

Die Banater - im Dreiländereck mit Serbien und Ungarn - sprechen meist seit Generationen mehrere (zwei bis drei) Sprachen, weshalb die offiziellen Zählungen zu tief liegen dürften. Ein Faktum ist aber die Überalterung, weil es eher die Jungen nach Deutschland und Österreich zieht. Heute wohnen die meisten Deutschen in den Bezirken Timiş, Sibiu und Braşov, gefolgt von drei westlichen Bezirken und Satu Mare.

Im Banat siedeln auch Minderheiten der Serben und Kroaten, in der Dobrudscha (im südöstlichen Grenzland zu Bulgarien) Griechen, Tataren und Türken, und in der Bukowina örtlich starke Minderheiten der Ukrainer und Russen.