Schulsystem in der Schweiz


 

 

Inhaltsverzeichnis:

0      Schweiz
1      In Kürze
2      Geografie
2.1   Geologie
2.2   Berge
 2.3  Seen
 2.4  Flüsse
 2.5  Klima
 2.6  Flora und Fauna
 3     Bevölkerung
 3.1   Sprachen
 3.2  Religionen
 4     Geschichte
 5     Politik
 5.1  Politisches System
 5.2  Gewaltenteilung
 5.3  Parteien
 5.4  Internationale
        Organisationen
6      Politische-
        Strukturen
6.1   Kantone
6.2   Enklaven und
        Exklaven
6.3   Regionen
6.4   Städte
7      Landes-
        verteidigung
8      Sozial
-
        versicherungen
9      Gesundheitswesen
10    Schulsystem
10.1 Kompetenzen
10.2 Schulbildung
11    Infrastruktur
11.1 Schienenverkehr
11.2 Strassenverkehr
11.3 Schiffverkehr
11.4 Flugverkehr
12    Wirtschaft
13    Kultur
13.1 Bräuche
13.2 Architektur
13.3 Bildkunst
13.4 Musik
13.5 Literatur
13.6 Wissenschaft
13.7 Freizeit und Sport
13.8 Medien
14    Weblinks
15    Immobilien
16    Reisen
17    Bücher
18    Reisegewinnspiel
19    Reisenewsletter

        Weitere Länder

Schulsystem in der Schweiz

Das Schweizer Schulsystem ist ein komplexes Gebilde. Die Obhut des Schulwesens liegt nicht ausschliesslich beim Bund, sondern ist auf Grund des Föderalismus vorwiegend Sache der Kanton

Schulungsverantwortung

Der Bund und die Kantone teilen sich die Verantwortung für das Bildungswesen, wobei die Kantone weitgehend grosse Autonomie haben. Im Bezug auf die obligatorische Schule (Primarstufe und Sekundarstufe I) ist auf nationaler Ebene seit Ende der 1980er-Jahre der Schulbeginn auf Mitte August harmonisiert worden. Der Bund garantiert zudem das Recht auf freie Schulbildung. Er stellt zudem sicher, dass die Schulen den Qualitätsanforderungen genügen.

Sonst haben die Kantone die alleinige Kompetenz in der Vorschule (Kindergarten) wie auch die obligatorische Schule.

In den weiterführenden Schulen (Sekundarstufe II) hat der Bund etwas grössere Kompetenzen. Die Kantone sind jedoch weiterhin für die Ausführung zuständig und ihnen obliegt die Verantwortung. So werden die Abschlussprüfungen kantonal geregelt, die Ausweise (Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis nach einer Lehre, Berufsmatura, Matura) jedoch vom Bund gestellt oder anerkannt.

In der Tertiärstufe sind die Kompetenzen ebenfalls verteilt. Dem Bund obliegt die Regelungskompetenz für den Bereich der höheren Berufsbildung, das heisst, er ist für die höhere Berufsbildung wie auch für die Fachhochschulen (FH) und den beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH) verantwortlich. Bei den Universitäten liegt die Obhut wiederum bei den Kantonen. Sie werden vom Bund finanziell unterstützt.

Auf Grund dieser Tatsachen gibt es in der Schweiz nicht ein, sondern 26 verschiedene Schulsysteme, da die Schweiz 26 Kantone hat.

Obligatorische Schule

Die Dauer der Primarschule, der Sekundarstufe I sowie die Anzahl der Ebenen (Leistungsniveau) in der Sekundarstufe I variiert von Kanton zu Kanton. Es gibt auch grosse Differenzen im Schulstoff. Die Lehrmittel, Schulbücher werden von den Kantonen meistens in eigener Regie erstellt und vertrieben. Es ging sogar so weit, dass der Kanton Graubünden bis vor kurzem in jedem der fünf rätoromanischen Sprachen Lehrmittel druckte.

Während einige Kantone Frühenglisch ab der ersten Klasse anbieten, lernt man in anderen Kantonen erst in der Sekundarstufe I die erste Fremdsprache. Auch die Wahl der ersten Fremdsprache variiert. Die meisten deutschschweizer Kantone beginnen zuerst mit Französisch, anschliessend Englisch. Der Trend geht jedoch momentan in die umgekehrte Richtung. Der Kanton Uri wiederum bietet zuerst Italienisch an. In den französisch-, italienisch- und rätoromanischsprachigen Gebieten wird zuerst meistens Deutsch, dann Englisch gelehrt. Weitere Sprachen (eine dritte Landessprache, Latein und teilweise Altgriechisch) werden meistens als Freifach angeboten. Auch in anderen Fachbereichen wird unterschiedlich vorgegangen. Nach dem Ende des Obligatoriums sind alle jedoch auf einem ähnlichen Niveau.

Fächer

Übliche Fächer in der obligatorischen Schule sind: Sprache, Geschichte, Mathematik und Geometrie, naturwissenschaftliche Fächer (Biologie, Chemie, Physik), eine bis zwei Fremdsprachen, Handwerk, Turnen und Sport. Daneben gibt es noch viele Nebenfächer.